Glossar
Toilettenpapier
Antwort
Das Toilettenpapier (auch Klopapier, WC-Papier) ist ein zur einmaligen Verwendung gedachtes Papier zur Reinigung der Ausscheidungsorgane nach dem Stuhlgang oder nach dem Harnlassen. Bei Verwendung eines Bidets oder eines Washlets muss Toilettenpapier nur noch zur Trocknung eingesetzt werden. Toilettenpapier zerfällt in der Kanalisation leicht.
Das zumeist auf Papphülsen aufgewickelte Toilettenpapier kann aus bis zu fünf Papierlagen bestehen. Zum leichteren Abreißen der benötigten Papiermenge sind Perforationen auf Kleinrollen üblich.
Heute benutzen die Zellstoffhersteller statt wie früher elementares Chlor elementarchlorfreie Bleiche oder Sauerstoffbleiche sowie als Oxidationsmittel Chlordioxid, Wasserstoffperoxid und Ozon, was unter ökologischen Aspekten besser abschneidet. Abhängig vom Oxidationsmittel unterscheidet man heute zwischen ECF-gebleichten (Elementar-Chlor-Frei), wie z. B. Bleiche mit Hypochlorit oder Chlordioxid, und TCF-gebleichten (Total-Chlor-Frei) Zellstoff, z. B. mit Sauerstoff, Wasserstoffperoxid oder Ozon.
Tissue wird in zwei oder mehreren Lagen verarbeitet. Bei Toilettenpapier wird die Oberfläche mit einer Prägung versehen und bedruckt. Durch die Prägung wird bei mehrlagigen Toilettenpapieren die Haftung der Einzellagen untereinander sowie die Festigkeit des Blattes erreicht, ein Effekt, der sich durch punktuelles Verkleben noch steigern lässt. Eine Kombination aus weichen Zellstofffasern mit besonders dicken und sicheren Lagen aus dichtem Faserverbund kennzeichnet mehrlagige Papiere. Die oft gewünschte Weichheit wird durch die Strukturierung der Oberfläche erzielt.
Durch das gestiegene Umweltbewusstsein seitens der Konsumenten als auch der Hersteller wird bei der Zellstoff- und Tissueproduktion zunehmend auf einen sparsamen Wasserverbrauch sowie umweltverträgliche Verfahren bei der Abwässerbeseitigung geachtet. Selbst die bei der Produktion anfallenden Holzreststoffe und Laugenüberstände werden zur Deckung des Energiebedarfs verwendet.